62 posts tagged “vancouver”
Wir haben bestimmt schon öfter über die große Anzahl an Asiaten in Vancouver geschrieben. Es leben in Metro Vancouver (Vancouver und umliegende Städte) über 40% nicht dort Geborene, die meisten natürlich aus Ost-Asien, vor allem Hongkong Chinesen, die vor dem chinesischem Regime geflüchtet sind.
Das interessante ist nun, das es so gut wie keine Spannungen deswegen in der Bevölkerung gibt. Das wird zum einen sicherlich daran liegen, dass gerade Chinesen seit mindestens 1900 fester Bestandteil der Stadt sind. Zum anderen aber passt meiner Meinung nach die kanadische Mentalität einfach gut mit der asiatischen zusammen. Höflich und rücksichtsvoll, nicht ausgeflippt und pragmatisch veranlagt. Eher ein Zufall der Geschichte, die Vancouver allerdings vor größeren Unannehmlichkeiten bewahrt.
Bei muslimischen Kanadiern sieht die Sache schon anders aus, soweit ich es überblicken kann. Zumindest ist es der CBC diverse Beiträge im Netz und Fernsehen wert, darauf einzugehen. Die Beziehung zum Islam ist natürlich etwas anderes als die generelle Beziehung zu Ost-Asien, aber der Unterschied wird so deutlich. C.
Bevor ich die Fotos vom Rocky Wochenende hochlade und hier präsentiere, möchte ich des Protokolls halber die Fotos posten, die beim Besuch von Franzi entstanden sind. Ich hatte die digitale Spiegelreflex von Neng ausgeliehen bekommen und konnte tolle Fotos von der Capilano Suspension Bridge, Grouse Mountain, dem Monster Jam und Bowen Island machen. Auf das der Browser in die Knie geht:
Zufällig hab ich letztens eine Folge von King of Queens im Fernsehen gesehen, in der Doug rausfindet, dass er statt in den USA in Kanada zur Welt gekommen ist, was ihn dazu veranlasste, über seine eigenen "Brüder" zu lästern und immer ein "eh" ans Ende jedes Satzes gehängt hat. Ich hab mir nicht viel dabei gedacht, aber seitdem bemerke ich tatsächlich, dass der Kanadier ganz exzessiven Gebrauch von diesem kleinen Anhängsel macht. How was your trip, eh? Isn't that good, eh?
Ist zwar schon ein bisschen her, aber ich war mit Lim, die eigentlich Yiew heißt, das aber wie das englische Wort für Du ausgesprochen und deswegen lieber mit ihrem Nachnamen angesprochen wird (puh), zur Chinesischen Neujahrsparade in Chinatown. Wir waren etwas früh dran, Lim dachte, der Umzug fängt um 10 Uhr an und ich wollte schon sagen, dass die Chinesen ihre Neujahrszeremonien aber auch nicht so ernst nehmen. Lag aber alles nur daran, dass es erst um 12 Uhr losging. Dann aber auch erstmal mit der Vancouver Police Marching Band, viel Rumtata und wenig exotische Klänge, denn es folgte der Verein Kanadischer Dudelsackspieler, was dem Ganzen eine unfreiwillig komische Note gab. Hatte ich doch erwartet, von fernöstliche Gebräuchen umgaukelt zu werden...dann kam jedoch jeder chinesische Verein zum Zug, der Premierminister verteilte zusammen mit dem Bürgermeister kleine Schokotaler zum Zeichen von Wohlstand und Zufriedenheit für das Neue Chinesische Jahr und nach einer Stunde war der ganze Zauber auch schon vorbei. Übrigens befinden wir uns im Jahr der Ratte...was mich noch zu einer kleinen Episode in unserem Haus führt, hatten wir doch eines dieser possierlichen Tierchen als Mitbewohner unterm Dach, bis es sich eines Morgens mit gebrochenem Nacken in der guten alten Falle wiederfand. Ob das jetzt ein schlechtes Omen für das bevorstehende Jahr ist?
Zurück zum Eigentlichen, alles in allem war diese Parade die kleine Schwester vom Karneval der Kulturen in Berlin und ich fand es toll, dabei gewesen zu sein! J.
PS: Lim Yiew ist eine unserer neuen Mitbewohner, die seit Januar im Haus wohnen. Rasa und Lionel haben uns nämlich verlassen und seit dem gibt es eben Lim aus Singapur und Graham aus Burlington, Ontario.
Letztes Wochenende waren wir in den Cypress Bergen um mal zu schauen, wie toll nun Ski fahren und snowboarden wirklich ist. *Angefixt!* Wenn wir es schaffen, wollen wir auf jeden Fall snowboarden lernen, weil die Stimmung da oben echt toll war. Ein kleines, kuschliges Tal mit Blick auf's Meer, welches an dem Tag allerdings im Nebeldunst lag. Wie man sehen kann, lag auch ordentlich Schnee. Gegen Ende der Tour sind wir noch ein wenig einem Schneeschuhpfad gefolgt. Es wurde dann nur schon wieder dunkel. Für das nächste Wochenende ist jedenfalls eine Wiederholung (dann mit Schneeschuhen) geplant.
An den wenigen Posts zur Zeit wird klar - der Alltag ist auch in Vancouver Alltag. Es passiert also nicht allzu viel neues. Meine Uni nimmt mich nun wieder in Beschlag. Erfreulicherweise hab ich an nur zwei Tagen in der Woche Kurse und drei frei an denen ich Bücher lesen und Assignments schreiben werde. Passt aber ja ganz gut, wenn der Besuch aus Deutschland vorbei schneit. Jessica dreht ein Studentenfilm nach dem anderen und wird demnächst mit einer neuen Fotografin ein Shooting machen.
Morgen wird also mal wieder das Jahr gewechselt. Die Zeit ist hier so schnell vergangen und Silvesterabend bedeutet für uns auch Halbzeit. Ich muss vor dem Partygehopse erst nochmal kreativ tätig sein und im Vancouver Aquarium zwei von sieben Models zu Meerjungfrauen verwandeln. Denn dort findet eine große Neujahrsparty statt unter dem Motto: Die 7 Meere!
Später wollen wir dann mit Neng und Lionel Downtown unsicher machen und hatten eigentlich erwartet, dass es ein öffentliches Feuerwerk und eine Partymeile gibt. Aber in Vancouver sagt wahrscheinlich wirklich Hase und Fuchs gute Nacht und deswegen geht's gleich ab in einen der unzähligen Clubs auf der Granville Street. Ich bin gespannt, ob überhaupt geknallt wird. Wenn, dann ja sowieso ohne Getöse. Immerhin muss ich keine Angst haben, dass meine Jacke angesengt wird!
Wir wünschen jedenfalls allen, die regelmäßig unseren Blog verfolgen alles Gute für's neue Jahr und nicht so viele Vorsätze. J.
Habe eben einen Link zur Webcam auf diesem Uhrturm, den ihr vielleicht schon auf dem einen oder anderem Foto gesehen habt, gefunden. Nur um noch einmal den tollen Blick vom Campus Richtung Norden zu unterstreichen. Der dunkle Berg links über dem ovalem Gebäude ist übrigens Bowen Island. Dort will ich auf jeden Fall noch hin(auf) in diesem Jahr. Wie man schon auf dem Bild sieht, seit drei, vier Tagen scheint die Sonne. Ich weiß nicht, was die mit ihrem Regen hier haben...
Heute, pünktlich zum Nikolaus, kamen die Schokoladenbomben aus Deutschland an! Vielen Dank, wir haben alle Geschenke natürlich sofort aufgemacht und uns riesig über das vorgezogene Fest gefreut!
Natürlich nicht. Der Geschenkealtar nimmt Gestalt an und muss nun ein paar Tage warten, bis er der Vollendung entgegen kommt.
C.
Unsere Zimmernachbarin Caro ist zeitweise als "Journalistin" für eine kleine, bilinguale Zeitschrift "The Source - Forum of Diversity" unterwegs. Für einen Artikel hatte sie mich um vor Vorurteile gebeten, mit denen ich im Ausland konfrontiert werde. Hier die Antwort:
8. Germany
Ah, Deutschland—the only
country in the world where you
will find 82 million people clad
in lieder-hosen, simultaneously
playing soccer and guzzling beer.
Christian, a Berlin-hailing Economics
student at UBC, laughs
as he explains this stereotype. “I
don’t drink or play soccer…and
Lieder-Hosen are only ever worn
by people of Bavaria—a German
province— on very traditional occasions!
Aber auch Jessica findet Erwähnung. Durch Zufall haben wir entdeckt, dass der Fotograph Jason, mit dem sie zusammen arbeitet, in seinem Blog für Jessica die Worte findet "from what I've seen of her past work she is very talented". Na das ist doch Mal was.