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Ist zwar schon ein bisschen her, aber ich war mit Lim, die eigentlich Yiew heißt, das aber wie das englische Wort für Du ausgesprochen und deswegen lieber mit ihrem Nachnamen angesprochen wird (puh), zur Chinesischen Neujahrsparade in Chinatown. Wir waren etwas früh dran, Lim dachte, der Umzug fängt um 10 Uhr an und ich wollte schon sagen, dass die Chinesen ihre Neujahrszeremonien aber auch nicht so ernst nehmen. Lag aber alles nur daran, dass es erst um 12 Uhr losging. Dann aber auch erstmal mit der Vancouver Police Marching Band, viel Rumtata und wenig exotische Klänge, denn es folgte der Verein Kanadischer Dudelsackspieler, was dem Ganzen eine unfreiwillig komische Note gab. Hatte ich doch erwartet, von fernöstliche Gebräuchen umgaukelt zu werden...dann kam jedoch jeder chinesische Verein zum Zug, der Premierminister verteilte zusammen mit dem Bürgermeister kleine Schokotaler zum Zeichen von Wohlstand und Zufriedenheit für das Neue Chinesische Jahr und nach einer Stunde war der ganze Zauber auch schon vorbei. Übrigens befinden wir uns im Jahr der Ratte...was mich noch zu einer kleinen Episode in unserem Haus führt, hatten wir doch eines dieser possierlichen Tierchen als Mitbewohner unterm Dach, bis es sich eines Morgens mit gebrochenem Nacken in der guten alten Falle wiederfand. Ob das jetzt ein schlechtes Omen für das bevorstehende Jahr ist?
Zurück zum Eigentlichen, alles in allem war diese Parade die kleine Schwester vom Karneval der Kulturen in Berlin und ich fand es toll, dabei gewesen zu sein! J.
PS: Lim Yiew ist eine unserer neuen Mitbewohner, die seit Januar im Haus wohnen. Rasa und Lionel haben uns nämlich verlassen und seit dem gibt es eben Lim aus Singapur und Graham aus Burlington, Ontario.
Hier ein paar Fotos von einem meiner Ausflüge nach Chinatown mit Neng, unserem Thai. Chinatown besteht praktisch nur aus getrocknetem Warengut und alles ist auch praktischerweise nur auf Chinesisch ausgeschildert damit man auch auf gar keinen Fall weiß, was man so kaufen kann. Egal, sieht auf jedenfall sehr bunt aus, riecht aber eher unangenehm. Ach und ein paar Sachen konnten wir auch (bzw. Neng!) erkennen: Getrocknete Nacktschnecken ( da musste ich an die entzweigeschnittenen Schnecken im Meyerschen Garten denken, vielleicht sollte man das noch mal überdenken, hier finden die Viecher reißenden Absatz!) und Seegurken, getrockneter und gepresster Aal und natürlich auch getrocknete Hundebeine...lecker. Meine liebste Entdeckung waren allerdings die getrockneten und aufgespießten Geckos! Neng meinte daraufhin nur, in Thailand isst man die Geckos frisch vom Grill.
Ich hab darauf verzichtet, irgendetwas zu probieren....
Zur Entspannung waren wir dann noch im Chinesischen Garten.