Vielleicht hatten wir schon an der einen oder anderen Stelle davon geschrieben, dass der Kanadier gerne ihre Pennies (die 1 Cent Münzen) auf dem Fußweg entsorgen. Wenn sie denken, zu viel davon zu haben, werden sie weggeworfen. Für mich als Deutscher natürlich undenkbar! Man könnte es ja wenigstens dem Bettler um die Ecke geben.
Nichtsdestotrotz verkündete CBC diesen Morgen, das Politiker über die Abschaffung des Pennies nachdenken. Australien hat den Penny schon vor Jahren abgeschafft und da die kanadische Produktion eines Centstücks je nach Standpunkt 0,8 bis 4 Cent kostet, macht es nach der Auffassung von Politiker Pat Martin keinen Sinn mehr, ihn weiter zu produzieren.
Wir haben bestimmt schon öfter über die große Anzahl an Asiaten in Vancouver geschrieben. Es leben in Metro Vancouver (Vancouver und umliegende Städte) über 40% nicht dort Geborene, die meisten natürlich aus Ost-Asien, vor allem Hongkong Chinesen, die vor dem chinesischem Regime geflüchtet sind.
Das interessante ist nun, das es so gut wie keine Spannungen deswegen in der Bevölkerung gibt. Das wird zum einen sicherlich daran liegen, dass gerade Chinesen seit mindestens 1900 fester Bestandteil der Stadt sind. Zum anderen aber passt meiner Meinung nach die kanadische Mentalität einfach gut mit der asiatischen zusammen. Höflich und rücksichtsvoll, nicht ausgeflippt und pragmatisch veranlagt. Eher ein Zufall der Geschichte, die Vancouver allerdings vor größeren Unannehmlichkeiten bewahrt.
Bei muslimischen Kanadiern sieht die Sache schon anders aus, soweit ich es überblicken kann. Zumindest ist es der CBC diverse Beiträge im Netz und Fernsehen wert, darauf einzugehen. Die Beziehung zum Islam ist natürlich etwas anderes als die generelle Beziehung zu Ost-Asien, aber der Unterschied wird so deutlich. C.
Ja ihr lest richtig, Ostern waren dieses Jahr eigentlich Grauwale angesagt, aber wieso dann doch nicht, davon später mehr. Zur Zeit sind ja Christians Eltern zu Besuch und aus diesem Anlass sind wir über das Osterwochenende nach Vancouver Island gefahren. Erst nach Victoria, was Christian und ich ja schon aus einem früheren Ausflug kannten, und was immer noch schön war. Auch wenn uns alles ziemlich ruhig erschien, weil wegen der Feiertage kaum Leute auf der Strasse waren, dafür konnte man umsonst in der Innenstadt parken...nette Geste! Wir sind eigentlich nur rumgeschlendert, haben ein paar First Nations dabei zugeguckt, wie sie eine Trommelzeremonie für Mutter Erde gemacht haben und sind dann gegen Nachmittag weiter nach Nanaimo, wo wir eine Jugendherberge für eine Nacht gebucht hatten. Nanaimo muss man jetzt ehrlich gesagt nicht unbedingt besuchen und kennt man wahrscheinlich auch nur, weil es dort einen großen Fährhafen gibt. Immerhin ist es die Kulturhauptstadt Kanadas für 2008! Wo allerdings die Kultur steckt, weiß man jetzt auch nicht so genau. Es gab eine klitzekleine Altstadt mit mehr oder weniger neugebauten Häusern und sonst nicht viel. Am nächsten Morgen haben wir uns dann auf den Weg nach Tofino gemacht. Auch als Surferparadies BC's bekannt. Unterwegs gab es immer wieder Zwischenstopps, um sich die immer schöner werdende Natur anzusehen und Christian hat wieder tolle Fotos gemacht. Gegen 1 Uhr sind wir dann endlich in Tofino angekommen und waren schon voller Vorfreude auf die bevorstehende Waltour. Leider war das erste, was die junge Frau am Empfang zu uns gesagt hat, nichts gutes. Es gab für den Nachmittag eine Sturmwarnung und die Wellen waren bereits schon vier Meter hoch. Deswegen wurde die ganze Tour abgeblasen! Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit hätten wir sowieso mehr die Fische gefüttert als Wale gesehen. Wir hätten jetzt noch die Möglichkeit gehabt, am nächsten Morgen die Tour zu machen, aber wir hatten keine Übernachtungsmöglichkeit. Und wegen dem Osterwochenende war eh alles voll und hinzu kam noch, das auch gerade das Pacific Rim Grey Whale Migration Festival stattfand! Also alles voll...Christian und ich werden auf jeden Fall im Mai noch einmal nach Tofino fahren und wirklich Wale gucken!!!
Jedenfalls ging es dann ohne Wale aber mit viel Fish'n'Chips im Bauch zurück nach Nanaimo, um von dort die Fähre nach Horseshoe Bay zu nehmen. Nicht ohne jedoch eine Abstecher in den Regenwald zu machen, den es dort gibt und der tatsächlich unglaublich feucht war. Und natürlich noch den Pazifik in seiner ganzen Pracht! Das war schon sehr schön und wir waren am Ende auch glücklich. Die Rückfahrt gestaltete sich ganz unkompliziert, standen die meiste Zeit auf dem finsteren Deck und haben dem Mond beim Aufgehen zugeguckt. War auch schön! Also Vancouver Island ist unbedingt zu empfehlen, kleine Stadttour in Victoria und dann aber gleich weiter nach Tofino mit allerlei maritimen Vergnügungsmöglichkeiten.
J.
Nun kann die upload Orgie beendet werden. Hier kommt ein neuer Schwung Bilder. Ich hab auch mal eine Karte hinzugefügt, auf der ihr sehen könnt, wie wir gefahren sind. Zu erst die untere Strecke über den Highway 5 und zurück via Kamloops den nördlichen Bogen über Whistler. Wie Jessica schon geschrieben hat, war es leider schon dunkel die letzten 3 Stunden. Aber die Strecke zwischen Kamloops und Lillooet (der Ort ist relativ klein, müsst ihr mal reinzoomen) sind wir noch im Licht gefahren. Vor Lillooet gab es einen tollen Canon, den ich so noch nie gesehen hab. Leider hat die Kamera in der Dämmerung das nicht so gut einfangen können. Falls Neng ein tolles Bild davon hat, lad ich das hoch. Wahrscheinlich, weil diese Gegend ein großes Indianerreservat ist (sprich, man kann in den Bergen da vielleicht nicht so einfach umher wandern), wird es in den Touristenbüchern nicht weiter erwähnt. Meiner Meinung nach aber ein wahres Highlight!
Bevor ich die Fotos vom Rocky Wochenende hochlade und hier präsentiere, möchte ich des Protokolls halber die Fotos posten, die beim Besuch von Franzi entstanden sind. Ich hatte die digitale Spiegelreflex von Neng ausgeliehen bekommen und konnte tolle Fotos von der Capilano Suspension Bridge, Grouse Mountain, dem Monster Jam und Bowen Island machen. Auf das der Browser in die Knie geht:
Zufällig hab ich letztens eine Folge von King of Queens im Fernsehen gesehen, in der Doug rausfindet, dass er statt in den USA in Kanada zur Welt gekommen ist, was ihn dazu veranlasste, über seine eigenen "Brüder" zu lästern und immer ein "eh" ans Ende jedes Satzes gehängt hat. Ich hab mir nicht viel dabei gedacht, aber seitdem bemerke ich tatsächlich, dass der Kanadier ganz exzessiven Gebrauch von diesem kleinen Anhängsel macht. How was your trip, eh? Isn't that good, eh?
Ist zwar schon ein bisschen her, aber ich war mit Lim, die eigentlich Yiew heißt, das aber wie das englische Wort für Du ausgesprochen und deswegen lieber mit ihrem Nachnamen angesprochen wird (puh), zur Chinesischen Neujahrsparade in Chinatown. Wir waren etwas früh dran, Lim dachte, der Umzug fängt um 10 Uhr an und ich wollte schon sagen, dass die Chinesen ihre Neujahrszeremonien aber auch nicht so ernst nehmen. Lag aber alles nur daran, dass es erst um 12 Uhr losging. Dann aber auch erstmal mit der Vancouver Police Marching Band, viel Rumtata und wenig exotische Klänge, denn es folgte der Verein Kanadischer Dudelsackspieler, was dem Ganzen eine unfreiwillig komische Note gab. Hatte ich doch erwartet, von fernöstliche Gebräuchen umgaukelt zu werden...dann kam jedoch jeder chinesische Verein zum Zug, der Premierminister verteilte zusammen mit dem Bürgermeister kleine Schokotaler zum Zeichen von Wohlstand und Zufriedenheit für das Neue Chinesische Jahr und nach einer Stunde war der ganze Zauber auch schon vorbei. Übrigens befinden wir uns im Jahr der Ratte...was mich noch zu einer kleinen Episode in unserem Haus führt, hatten wir doch eines dieser possierlichen Tierchen als Mitbewohner unterm Dach, bis es sich eines Morgens mit gebrochenem Nacken in der guten alten Falle wiederfand. Ob das jetzt ein schlechtes Omen für das bevorstehende Jahr ist?
Zurück zum Eigentlichen, alles in allem war diese Parade die kleine Schwester vom Karneval der Kulturen in Berlin und ich fand es toll, dabei gewesen zu sein! J.
PS: Lim Yiew ist eine unserer neuen Mitbewohner, die seit Januar im Haus wohnen. Rasa und Lionel haben uns nämlich verlassen und seit dem gibt es eben Lim aus Singapur und Graham aus Burlington, Ontario.
Letztes Wochenende waren wir in den Cypress Bergen um mal zu schauen, wie toll nun Ski fahren und snowboarden wirklich ist. *Angefixt!* Wenn wir es schaffen, wollen wir auf jeden Fall snowboarden lernen, weil die Stimmung da oben echt toll war. Ein kleines, kuschliges Tal mit Blick auf's Meer, welches an dem Tag allerdings im Nebeldunst lag. Wie man sehen kann, lag auch ordentlich Schnee. Gegen Ende der Tour sind wir noch ein wenig einem Schneeschuhpfad gefolgt. Es wurde dann nur schon wieder dunkel. Für das nächste Wochenende ist jedenfalls eine Wiederholung (dann mit Schneeschuhen) geplant.
An den wenigen Posts zur Zeit wird klar - der Alltag ist auch in Vancouver Alltag. Es passiert also nicht allzu viel neues. Meine Uni nimmt mich nun wieder in Beschlag. Erfreulicherweise hab ich an nur zwei Tagen in der Woche Kurse und drei frei an denen ich Bücher lesen und Assignments schreiben werde. Passt aber ja ganz gut, wenn der Besuch aus Deutschland vorbei schneit. Jessica dreht ein Studentenfilm nach dem anderen und wird demnächst mit einer neuen Fotografin ein Shooting machen.
Hallo zusammen, also die Bilder sind genial. Da kommt Reiselaune auf. Gut dass wir am Feitag bei euch vorbei schauen!!... read more
on Bilder aus den Rockies